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LandschaftsmalereiWer Landschaft malen will, muss Landschaft erleben. Am Anfang des Kurses steht die direkte Erfahrung der Umgebung. Ein Lernziel ist, die Landschaft als Objekt künstlerischer Wahrnehmung aufzufassen. Da die Witterung das Arbeiten in der freien Natur nicht immer zulässt, ist die Auseinandersetzung mit den natürlichen und manchmal ungünstigen Verhältnissen ein Bestandteil der künstlerischen Entwicklung. Arbeiten nach SkizzenDie Arbeit nach Skizzen beginnt mit der Frage, was denn eigentlich dargestellt werden soll. Hier spielen Aspekte wie die Gestaltung, der Aufbau und die Komposition einer Zeichnung hinein. Wir finden ein Motiv in der Natur und erstellen eine Skizze, wobei wir die Wahrnehmung auf das Wesentliche und Typische reduzieren. Dabei steht aber immer der persönliche, subjektive Blickwinkel des Betrachters im Vordergrund. Wir erstellen kein "objektives" Abbild der Natur, sondern wir entwickeln Ausdrucksmöglichkeiten für unsere eigene, individuelle Wahrnehmung. Malen in der LandschaftDie Landschaft bietet viele Anreize und regt uns an, von der realitätsnahen Darstellung bis zur abstrakten Wiedergabe unseren eigenen Zugang zu finden. Die Suche nach den geeigneten Darstellungsmöglichkeiten mag am Anfang chaotisch erscheinen, doch es ist wichtig, diese scheinbare Unordnung als Lernprozess zu begreifen, der letztlich zu einer Ordnung und Reduktion der vielfältigen Eindrücke auf die wesentlichen Aspekte führt.Fotografie und MalereiAuch die Malerei bleibt von den Einflüssen der modernen Medien nicht unberührt. Fotografie und Kino, Video und Computer hinterlassen ihre Spuren in der bildenden Kunst. In diesem Kurs wollen wir auch versuchen, einen Raum zu schaffen, in dem Fotografie und Malerei sich gegenseitig ergänzen und befruchten. Um die Fotografie in der Malerei zu nutzen, müssen wir zunächst geeignete Ausschnitte der Wirklichkeit erkennen und festhalten - Details von Gebäuden, Farben, Strukturen im Mauerwerk, das Spiel des Lichts. Es kommt dabei darauf an, gleichsam die richtige "Einstellung" zu finden, um einen Aspekt der Welt einzufangen, der später in der Malerei weiter verarbeitet, verfremdet, modifiziert oder mit anderen Eindrücken verknüpft wird. Was wir draußen gefunden haben, wird zunächst von der fotografischen Vorlage als Zeichnung auf die Leinwand umgesetzt. Die Zeichnung soll die Struktur des Objekts treffend wiedergeben und als Grundlage für den Farbauftrag dienen. Die ersten Farbgebungen mögen sich noch eng an der Vorlage orientieren, später kann eine fortschreitende Abstraktion und Distanzierung vom realen Objekt erfolgen. Manche Details können noch als Haus, als Baum oder Gewässer erkennbar sein, während andere als reine Farbflächen dargestellt werden, deren gegenständliche Vorlage nicht mehr erkennbar ist. Schicht um Schicht wird so das Bild aufgebaut, bis die reine Abbildung eines Objekts mehr oder weniger vollständig der Überlagerung gewichen ist. |